Burg auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Bundesland
- Baden-Württemberg
- Ort
- Teningen / Landeck
- Erste Erwähnung
- 1277
- Bauzeit
- Bau um die Mitte des 13. Jahrhunderts; geteilter Wohnsitz; Zerstörung 1525
- Baustil
- Ober- und Unterburg auf schmalem Felsrücken
- UNESCO-Welterbe
- Nein
- Eigentum
- Eigentum nicht bestätigt
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Burg Landeck (Baden)
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Sprechtext: Willkommen und Einführung
Breisgauer Ruine zu Adelskonkurrenz, städtischem Einfluss und dem Einbau von Wohnen in einen Bering.
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Warum besuchen?
Was diese Burg besonders macht
Breisgauer Ruine zu Adelskonkurrenz, städtischem Einfluss und dem Einbau von Wohnen in einen Bering.
Sehenswürdigkeiten
Was die Bauten erzählen
Ein schmaler Graben trennt Ober- und Unterburg, der größere Halsgraben den nördlichen Zugang. Öffnungen, Kamine und Aborterker geben Wohnhinweise im Wehrkörper. Geschossniveaus und Fels darunter zeigen die Bauaufgabe: Klüfte mussten überbrückt und Räume auf unregelmäßig knapper Fläche geordnet werden.
Überblick
Burg Landeck (Baden)
Breisgauer Ruine zu Adelskonkurrenz, städtischem Einfluss und dem Einbau von Wohnen in einen Bering.
Geschichte
Burg Landeck (Baden)
Die badische Landeck gehört zum mittelalterlichen Machtkampf im Breisgau. Geroldseck errichtete sie um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Konkurrenz zu Freiburg und Hachberg. Die Kreisgeschichte nennt sie bei einer Teilung 1277. Ortsaufsicht und regionaler Anspruch gingen zusammen. Die Anlage ist nicht mit der pfälzischen Landeck zu verwechseln.
Auf die Belagerung 1298 folgte der Verkauf über die Johanniter an den Freiburger Bürger Johannes Snewelin. Walter von Geroldseck widersprach wegen seines Vorkaufsrechts; König Albrecht vermittelte 1301. Städtische Interessen griffen über Burgbesitz ins Umland aus. Verträge und Ansprüche waren dabei ebenso folgenreich wie Mauern und Waffen.
Die Besitzfolge bleibt stellenweise unklar. Heinrich von Rappoltstein und Elisabeth von Üsenberg stifteten 1315 eine Altarpfründe; ihr Erwerb ist nicht geklärt. Mitte des 14. Jahrhunderts hielt ein Snewelin-Zweig den Sitz nachweislich und benannte sich danach. Spätere Anteile erschwerten Haushalt und Unterhaltung der baulich verbundenen Anlage.
Die Markgrafen von Baden kauften im frühen 16. Jahrhundert Anteile, darunter 1511. Der Bauernkrieg brachte 1525 schwere Schäden. Abtrag und Verfall prägten anschließend die Hülle, obwohl militärische Nutzung nicht sofort endete. Der Weg zur Ruine war eine Folge veränderter Aufgaben und Verluste; ein Datum erklärt nicht jede fehlende Mauer.
Moderne Bauforschung präzisiert die Oberburg. Sie unterscheidet einen frühen hohen Bering vom später eingebauten Wohnbau, statt die sichtbare Form als einheitliches Ereignis zu nehmen. Sicherung hält diese Beziehungen lesbar. Die Ruine belegt, wie eine starke Mauer in einen nutzbaren Haushalt einbezogen und durch weitere Eingriffe verändert wurde.
Vertiefung
Burg Landeck (Baden)
Die badische Landeck gehört zum mittelalterlichen Machtkampf im Breisgau. Geroldseck errichtete sie um die Mitte des 13. Jahrhunderts in Konkurrenz zu Freiburg und Hachberg. Die Kreisgeschichte nennt sie bei einer Teilung 1277. Ortsaufsicht und regionaler Anspruch gingen zusammen. Die Anlage ist nicht mit der pfälzischen Landeck zu verwechseln.
Auf die Belagerung 1298 folgte der Verkauf über die Johanniter an den Freiburger Bürger Johannes Snewelin. Walter von Geroldseck widersprach wegen seines Vorkaufsrechts; König Albrecht vermittelte 1301. Städtische Interessen griffen über Burgbesitz ins Umland aus. Verträge und Ansprüche waren dabei ebenso folgenreich wie Mauern und Waffen.
Die Besitzfolge bleibt stellenweise unklar. Heinrich von Rappoltstein und Elisabeth von Üsenberg stifteten 1315 eine Altarpfründe; ihr Erwerb ist nicht geklärt. Mitte des 14. Jahrhunderts hielt ein Snewelin-Zweig den Sitz nachweislich und benannte sich danach. Spätere Anteile erschwerten Haushalt und Unterhaltung der baulich verbundenen Anlage.
Die Markgrafen von Baden kauften im frühen 16. Jahrhundert Anteile, darunter 1511. Der Bauernkrieg brachte 1525 schwere Schäden. Abtrag und Verfall prägten anschließend die Hülle, obwohl militärische Nutzung nicht sofort endete. Der Weg zur Ruine war eine Folge veränderter Aufgaben und Verluste; ein Datum erklärt nicht jede fehlende Mauer.
Moderne Bauforschung präzisiert die Oberburg. Sie unterscheidet einen frühen hohen Bering vom später eingebauten Wohnbau, statt die sichtbare Form als einheitliches Ereignis zu nehmen. Sicherung hält diese Beziehungen lesbar. Die Ruine belegt, wie eine starke Mauer in einen nutzbaren Haushalt einbezogen und durch weitere Eingriffe verändert wurde.
Ein schmaler Graben trennt Ober- und Unterburg, der größere Halsgraben den nördlichen Zugang. Öffnungen, Kamine und Aborterker geben Wohnhinweise im Wehrkörper. Geschossniveaus und Fels darunter zeigen die Bauaufgabe: Klüfte mussten überbrückt und Räume auf unregelmäßig knapper Fläche geordnet werden.
Vermauerte Öffnungen und eingefügte Kamine zeigen Anpassung statt Zufall. Eine veränderte Tür kann Wege ebenso stark beeinflussen wie ein neuer Turm. Diese Nahsicht erschließt die fragmentarische Landeck. Fotos allein liefern keine vollständigen Räume: manche Beziehungen sind klar, Dächer, Ausstattung und genaue Reihenfolgen bleiben offen.
Frühe Amtleutenamen und ausdrückliche Burgnennungen sind unterschiedliche Belege. Der Kreisbezug von 1277 wird nicht zum Gründungsjahr umgedeutet. In der offenen Ruine im bewohnten Dorf gelten heutige Sperren und Grundstücksgrenzen. Gaststättenöffnung und Zugang zu historischem Mauerwerk sind getrennte Fragen.
Historischer Zeitstrahl
- Um 1250: Geroldsecker Bauphase.
- 1277: Burgnennung bei einer Herrschaftsteilung.
- 1298: Belagerung durch Freiburger Kräfte.
- Um 1300: Übergang über die Johanniter an Johannes Snewelin.
- 1301: König Albrecht vermittelt im Besitzstreit.
- 1315: Altarpfründe in der Burgkapelle.
- 1511: Badischer Kauf eines Burganteils.
- 1525: Schwere Zerstörung im Bauernkrieg.
Architektur & Baugeschichte
Den Baubestand lesen
Ein schmaler Graben trennt Ober- und Unterburg, der größere Halsgraben den nördlichen Zugang. Öffnungen, Kamine und Aborterker geben Wohnhinweise im Wehrkörper. Geschossniveaus und Fels darunter zeigen die Bauaufgabe: Klüfte mussten überbrückt und Räume auf unregelmäßig knapper Fläche geordnet werden.
Ober- und Unterburg auf schmalem Felsrücken
Vermauerte Öffnungen und eingefügte Kamine zeigen Anpassung statt Zufall. Eine veränderte Tür kann Wege ebenso stark beeinflussen wie ein neuer Turm. Diese Nahsicht erschließt die fragmentarische Landeck. Fotos allein liefern keine vollständigen Räume: manche Beziehungen sind klar, Dächer, Ausstattung und genaue Reihenfolgen bleiben offen.
Menschen & Macht
Geroldseck und Johannes Snewelin
Auf die Belagerung 1298 folgte der Verkauf über die Johanniter an den Freiburger Bürger Johannes Snewelin. Walter von Geroldseck widersprach wegen seines Vorkaufsrechts; König Albrecht vermittelte 1301. Städtische Interessen griffen über Burgbesitz ins Umland aus. Verträge und Ansprüche waren dabei ebenso folgenreich wie Mauern und Waffen.
Legenden & Belege
Was frühe Belege aussagen
Frühe Amtleutenamen und ausdrückliche Burgnennungen sind unterschiedliche Belege. Der Kreisbezug von 1277 wird nicht zum Gründungsjahr umgedeutet. In der offenen Ruine im bewohnten Dorf gelten heutige Sperren und Grundstücksgrenzen. Gaststättenöffnung und Zugang zu historischem Mauerwerk sind getrennte Fragen.
Besuch planen
- Öffnungszeiten
- Freiluft-Ruine nach aktuellen Sperren; Nachbargrundstücke und Gastronomie gesondert geregelt.
Praktische Tipps
Vor dem Besuch
Freiluft-Ruine nach aktuellen Sperren; Nachbargrundstücke und Gastronomie gesondert geregelt.
Häufige Fragen
Was ist gesichert, was bleibt offen?
Frühe Amtleutenamen und ausdrückliche Burgnennungen sind unterschiedliche Belege. Der Kreisbezug von 1277 wird nicht zum Gründungsjahr umgedeutet. In der offenen Ruine im bewohnten Dorf gelten heutige Sperren und Grundstücksgrenzen. Gaststättenöffnung und Zugang zu historischem Mauerwerk sind getrennte Fragen.


