Burg auf einen Blick
- Land
- Deutschland
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Ort
- Sankt Goarshausen
- Erste Erwähnung
- 1371
- Bauzeit
- Burg des mittleren 14. Jahrhunderts; Wohnschlossumbau 1898–99
- Baustil
- Schildmauerburg mit rundem Bergfried und historistischem Wohnbau
- UNESCO-Welterbe
- Ja
- Eigentum
- Privatbesitz; keine öffentliche Innenbesichtigung
◉ TOPCASTLES · AUDIOGUIDE
Burg Katz
Geschichte direkt vor Ort hören – in Ihrem eigenen Tempo.
Sprechtext: Willkommen und Einführung
Katzenelnbogische Rheinburg, nach der Sprengung 1806 als privater Wohnsitz wiederaufgebaut.
Die Sprachausgabe nutzt verfügbare Stimmen Ihres Gerätes. Auf manchen Smartphones stoppt sie bei gesperrtem Bildschirm. Dies ist ein historischer Audioguide und keine ungeprüfte Fußgängernavigation.
Warum besuchen?
Was diese Burg besonders macht
Katzenelnbogische Rheinburg, nach der Sprengung 1806 als privater Wohnsitz wiederaufgebaut.
Sehenswürdigkeiten
Was die Bauten erzählen
Von außen lassen sich runder Bergfried, bergseitige Schildmauer und wiederaufgebaute Wohnfront unterscheiden. Der Halsgraben sperrte den gefährdeten Zugang, der Palas zum Rhein stellte Herrschaft sichtbar aus. Der Bergfried war einst deutlich höher. Fotos erläutern das Gefüge, ersetzen aber für verlorene Geschosse und Dächer weder Pläne noch Bauuntersuchungen.
Überblick
Burg Katz
Katzenelnbogische Rheinburg, nach der Sprengung 1806 als privater Wohnsitz wiederaufgebaut.
Geschichte
Burg Katz
Burg Katz steht über Sankt Goarshausen in einer politisch umkämpften Landschaft. Die Grafen von Katzenelnbogen errichteten sie nach der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts; die Kapellenweihe 1371 ist ein festerer Beleg als ein vermutetes Gründungsjahr. Neu-Katzenelnbogen unterschied die Rheinburg vom Stammsitz der Familie. „Katz“ ist die verkürzte Bezeichnung dieses Namens.
Die Burg sicherte rechtsrheinischen Besitz gegenüber der trierischen Deuernburg, der späteren Burg Maus. Zugleich verband sie die katzenelnbogischen Stützpunkte Rheinfels und Reichenberg. Entscheidend war ein Netz aus Territorium, Ämtern und militärischer Präsenz. Seit 1378 belegte Burggrafen beziehungsweise Amtmänner zeigen die Verwaltungsfunktion neben der Wehrhaftigkeit.
Mit dem Aussterben der Katzenelnbogener 1479 fiel das Erbe an Hessen. Katz gehörte nun zu einem größeren hessischen Rheinbesitz und unterstützte zunehmend die gegenüberliegende Festung Rheinfels. Zusätzliche Geschützstellungen reagierten auf neue Kriegstechnik. Garnisons- und Artillerienutzung veränderten die Wohnburg; ein über Jahrhunderte unveränderter Haushalt ist daraus nicht abzuleiten.
Vernachlässigung prägte das achtzehnte Jahrhundert, bevor französische Truppen die Burg 1806 sprengten. Die Ruine wurde anschließend zum Motiv romantischer Rheinreisender. Diese Zäsur ist für die Bausubstanz wichtig: Der heutige rheinseitige Wohnbau belegt nicht unmittelbar Aussehen und Komfort des vierzehnten Jahrhunderts. Verfall und Wiederaufbau gehören gleichermaßen zur Geschichte.
Landrat Ferdinand Berg erwarb die Ruine 1896. Emil Schreiterer und Bernhard Below bauten sie 1898–99 zum Wohnsitz aus. Historische Ansichten dienten als Orientierung; das Ergebnis war jedoch ein späthistoristisches Haus und keine vollständige Rückgewinnung eines mittelalterlichen Inneren. Die Silhouette erzählt damit auch vom Wunsch des neunzehnten Jahrhunderts, in einer gestalteten Vergangenheit zu wohnen.
Vertiefung
Burg Katz
Burg Katz steht über Sankt Goarshausen in einer politisch umkämpften Landschaft. Die Grafen von Katzenelnbogen errichteten sie nach der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts; die Kapellenweihe 1371 ist ein festerer Beleg als ein vermutetes Gründungsjahr. Neu-Katzenelnbogen unterschied die Rheinburg vom Stammsitz der Familie. „Katz“ ist die verkürzte Bezeichnung dieses Namens.
Die Burg sicherte rechtsrheinischen Besitz gegenüber der trierischen Deuernburg, der späteren Burg Maus. Zugleich verband sie die katzenelnbogischen Stützpunkte Rheinfels und Reichenberg. Entscheidend war ein Netz aus Territorium, Ämtern und militärischer Präsenz. Seit 1378 belegte Burggrafen beziehungsweise Amtmänner zeigen die Verwaltungsfunktion neben der Wehrhaftigkeit.
Mit dem Aussterben der Katzenelnbogener 1479 fiel das Erbe an Hessen. Katz gehörte nun zu einem größeren hessischen Rheinbesitz und unterstützte zunehmend die gegenüberliegende Festung Rheinfels. Zusätzliche Geschützstellungen reagierten auf neue Kriegstechnik. Garnisons- und Artillerienutzung veränderten die Wohnburg; ein über Jahrhunderte unveränderter Haushalt ist daraus nicht abzuleiten.
Vernachlässigung prägte das achtzehnte Jahrhundert, bevor französische Truppen die Burg 1806 sprengten. Die Ruine wurde anschließend zum Motiv romantischer Rheinreisender. Diese Zäsur ist für die Bausubstanz wichtig: Der heutige rheinseitige Wohnbau belegt nicht unmittelbar Aussehen und Komfort des vierzehnten Jahrhunderts. Verfall und Wiederaufbau gehören gleichermaßen zur Geschichte.
Landrat Ferdinand Berg erwarb die Ruine 1896. Emil Schreiterer und Bernhard Below bauten sie 1898–99 zum Wohnsitz aus. Historische Ansichten dienten als Orientierung; das Ergebnis war jedoch ein späthistoristisches Haus und keine vollständige Rückgewinnung eines mittelalterlichen Inneren. Die Silhouette erzählt damit auch vom Wunsch des neunzehnten Jahrhunderts, in einer gestalteten Vergangenheit zu wohnen.
Von außen lassen sich runder Bergfried, bergseitige Schildmauer und wiederaufgebaute Wohnfront unterscheiden. Der Halsgraben sperrte den gefährdeten Zugang, der Palas zum Rhein stellte Herrschaft sichtbar aus. Der Bergfried war einst deutlich höher. Fotos erläutern das Gefüge, ersetzen aber für verlorene Geschosse und Dächer weder Pläne noch Bauuntersuchungen.
Katz gehört zur Welterbelandschaft Oberes Mittelrheintal mit ihrem gewachsenen Zusammenhang von Siedlungen, Burgen und Flusshandel. Das ist keine eigenständige UNESCO-Eintragung der Burg und kein öffentliches Museumsangebot. Die Silhouette ist Teil der Kulturlandschaft, Eigentum und Innenräume bleiben privat.
„Katz und Maus“ ist eine einprägsame Kurzform territorialer Konkurrenz, kein wörtliches mittelalterliches Politikprogramm. Öffentliche Innenführungen werden nicht angeboten. Die Burg von erlaubten öffentlichen Standorten betrachten und Tore sowie Wohngrenzen beachten; ein benachbarter Weg begründet kein Zutrittsrecht.
Historischer Zeitstrahl
- 1350–1371: Bau von Neu-Katzenelnbogen; Kapellenweihe 1371.
- 1378: Burgamtleute belegt.
- 1479: Katzenelnbogisches Erbe fällt an Hessen.
- 1520: Zunehmend militärische Besatzungsfunktion.
- 1583: Zugehörigkeit zu Hessen-Kassel.
- 1806: Sprengung durch französische Truppen.
- 1896: Ferdinand Berg erwirbt die Ruine.
- 1898–1899: Wiederaufbau zum historistischen Wohnsitz.
Architektur & Baugeschichte
Den Baubestand lesen
Von außen lassen sich runder Bergfried, bergseitige Schildmauer und wiederaufgebaute Wohnfront unterscheiden. Der Halsgraben sperrte den gefährdeten Zugang, der Palas zum Rhein stellte Herrschaft sichtbar aus. Der Bergfried war einst deutlich höher. Fotos erläutern das Gefüge, ersetzen aber für verlorene Geschosse und Dächer weder Pläne noch Bauuntersuchungen.
Schildmauerburg mit rundem Bergfried und historistischem Wohnbau
Katz gehört zur Welterbelandschaft Oberes Mittelrheintal mit ihrem gewachsenen Zusammenhang von Siedlungen, Burgen und Flusshandel. Das ist keine eigenständige UNESCO-Eintragung der Burg und kein öffentliches Museumsangebot. Die Silhouette ist Teil der Kulturlandschaft, Eigentum und Innenräume bleiben privat.
Menschen & Macht
Grafen und Ferdinand Berg
Die Burg sicherte rechtsrheinischen Besitz gegenüber der trierischen Deuernburg, der späteren Burg Maus. Zugleich verband sie die katzenelnbogischen Stützpunkte Rheinfels und Reichenberg. Entscheidend war ein Netz aus Territorium, Ämtern und militärischer Präsenz. Seit 1378 belegte Burggrafen beziehungsweise Amtmänner zeigen die Verwaltungsfunktion neben der Wehrhaftigkeit.
Legenden & Belege
Katz und Maus: Namen und Konkurrenz
„Katz und Maus“ ist eine einprägsame Kurzform territorialer Konkurrenz, kein wörtliches mittelalterliches Politikprogramm. Öffentliche Innenführungen werden nicht angeboten. Die Burg von erlaubten öffentlichen Standorten betrachten und Tore sowie Wohngrenzen beachten; ein benachbarter Weg begründet kein Zutrittsrecht.
Besuch planen
- Öffnungszeiten
- Nur Außenansicht von erlaubten öffentlichen Bereichen. Die Privatburg ist innen nicht öffentlich zu besichtigen.
Praktische Tipps
Vor dem Besuch
Nur Außenansicht von erlaubten öffentlichen Bereichen. Die Privatburg ist innen nicht öffentlich zu besichtigen.
Häufige Fragen
Was ist gesichert, was bleibt offen?
„Katz und Maus“ ist eine einprägsame Kurzform territorialer Konkurrenz, kein wörtliches mittelalterliches Politikprogramm. Öffentliche Innenführungen werden nicht angeboten. Die Burg von erlaubten öffentlichen Standorten betrachten und Tore sowie Wohngrenzen beachten; ein benachbarter Weg begründet kein Zutrittsrecht.


